
Auf der Druckstraße reicht die herkömmliche Wärme zum Trocknen der Tinte nicht aus – die Tintenschicht bleibt klebrig, und die Bearbeitungszeit steigt unnötig an. Was man braucht, ist Photonenenergie – keine weitere thermische Belastung. Wir haben ein System aus Galliumhalidlampen entwickelt, das eine kontrollierte Spektralstrahlung liefert, wodurch die FotoPolymerisierung bei hoher Geschwindigkeit erfolgen kann.
Was technisch wichtig ist: Die Chemie der Galliumhalidlampen sorgt dafür, dass die UVA-Strahlung im Bereich von 385–405 nm liegt. Die maximale Strahlungsstärke beträgt 1.200–1.600 mW/cm² über einer Bogenbreite von 10 mm. Die Quarzkapsel ist so gestaltet, dass kurzwellige Strahlen reduziert werden und der Ozongehalt unter Kontrolle bleibt. Ein Dichroikreflektor lenkt mehr als 85 % der erzeugten Energie auf die Substanz, sodass das Spektrum erhalten bleibt. Die Leistung bleibt über 5.000 Stunden stabil – mit weniger als 5 % Abfall bei der festgelegten Dosis. Die Dosis wird in mJ/cm² angegeben, nicht in Temperaturen.
Warum es in UV-Offset-, Flexo- und Siebdruckverfahren funktioniert: In diesen Verfahren ist die Tintenschicht dünn, und die Zeit zur Aushärtung ist begrenzt. Das Spektrum der Galliumhalidlampen passt zur Absorption der Photoinitiatoren in pigmentierten Systemen – dadurch kann die Tinte auch bei Farben ausgehärtet werden, ohne dass die Oberfläche beschädigt wird. Der Vorteil: Keine klebrigen Stellen mehr, eine konstante Oberflächenenergie und weniger Ausschuss. Der Energieverbrauch ist geringer im Vergleich zu Breitbandmercurylampen, außerdem müssen die Lampen seltener ausgetauscht werden. So wird eine hohe Betriebsbereitschaft sowie eine wiederholbare Druckqualität gewährleistet.
Einige Hinweise für die Praxis: Diese Lampen sind ozeongefrei – dennoch ist eine ordnungsgemäße Kühlung erforderlich. Passt die Lampe zur Geometrie des Reflektors sowie zum Schließmechanismus des Aushärtungsmoduls. Überprüfen Sie die Spannungsstabilität sowie die Anschlüsse gemäß den Angaben im Datenblatt der Lampe. Rechnen Sie mit einer Aufwärmphase, bis die Spektralstabilität erreicht ist – planen Sie daher die Umrüstung der Maschine entsprechend.